Wer bin ich?

Setzen Sie meine erste Stelle vor ein gebräuchliches Bindewort, finden Sie mich am Boden eines Sees
Meine zweite Stelle ist im Französischen Sauce, im Deutschen aber S...
An dritter Stelle bin ich der Beginn des „Pfades“
Setzt man meine vierte Stelle vor einen Apfel, wachse ich nicht mehr auf einem Baum
Und mein Ganzes ist eine Skulptur des französischen Künstlers Raymond Duchamp-Villon.

Noch weitere Hinweise?

Diese Skulptur ist das Ergebnis einer langen Forschung vor dem Krieg. Der von der Bewegung faszinierte und vom Futurismus beeinflusste Künstler Raymond Duchamp-Villon begann seine Arbeit in den 1910er-Jahren. Dem Beispiel vieler anderer Künstler vor ihm folgend zieht auch er das Pferd als Quelle der Inspiration heran, aber auch als Ausgangspunkt, um die mechanischen Revolutionen des 19. und 20. Jahrhunderts zum Ausdruck zu bringen: die Eisenbahn, das Auto, die Geschwindigkeit! Das Tier, das die Bewegung par excellence verkörpert, wird mechanisch und motorisch. Er wollte es in Stahl gießen, aber nur die Gipsarbeit der Skulptur war fertiggestellt, als er 1918 an Typhus starb. Das sinnbildliche Werk dieses autodidaktischen Künstlers setzte seinen Weg dennoch fort: Ein erster Guss erfolgt 1921 für den amerikanischen Sammler John Quinn. Später ließ der Bruder von Raymond Duchamp-Villon, Jacques Villon, inspiriert von dem im Atelier zurückgelassenen Gestell, einen ein Meter hohen Probeguss aus Bronze herstellen, der „Großes Pferd“ genannt wurde. Später nahm sein anderer Bruder, Marcel Duchamp, eine letzte Vergrößerung um 1,5 m vor, die als Vorlage für den 1984 durch das Musée des Beaux-arts de Nancy nach den Wünschen des Künstlers erstellten Stahlguss diente.

Haben Sie das Rätsel lösen können? 

1: Gr; 2: oße(s); 3: Pf; 4: erd = Großes Pferd 

Sie finden das „Große Pferd“ in den Dauerstellungen aus dem 20. Jahrhundert.