Malerei im 19. und 20. Jahrhundert

Von Eugène Delacroix bis zu Lucian Freud, im 19. und 20. Jahrhundert gab es eine ganze Bandbreite von verschiedenen malerischen Stilrichtungen.

Die Schlacht von Nancy (1831) von Eugène Delacroix ist ein Meisterwerk der Romantik und eines der Aushängeschilder der Sammlungen in Nancy. Der Blick auf die Stadt und den Hafen von Dieppe von Eugène Isabey (1842) und die grandiose Berglandschaft von Gustave Doré (1870) stellen den Übergang zu den symbolistischen Leinwandgemälden von Henri-Léopold Lévy sicher. Die atemberaubenden, nahezu dantischen Ansichten, die in dieser Zeit entstehen, sind auch in Die Wollüstigen von Victor Prouvé (1889) zu sehen. Der Realismus und Naturalismus der Jahre von 1850 bis 1900 werden durch Gustave Courbet (Porträt von Zélie, 1853–1855), Jules-Bastien Lepage (Ophelia, 1881) und Émile Friant (Allerheiligen, Liebhaber) repräsentiert. Der Herbst von Édouard Manet (1882) und der Sonnenuntergang in Étretat von Claude Monet (1883) zählen zu den Meisterwerken des Impressionismus. In seinem weiteren Verlauf entstehen die neuimpressionistischen Leinwandgemälde von Henri-Édmond Cross (Der Bauernhof, Morgen, 1893) und von Hippolyte Petitjean (Junge Frau, sitzend, 1892).

In der Sammlung moderner Malereien können verschiedene Strömungen des beginnenden 20. Jahrhunderts beobachtet werden. Zu ihnen zählen die Nabis-Bewegung mit ihren Vertretern Paul Sérusier (zwei Bretonische Landschaften, 1906), Pierre Bonnard (Das Frühstück der Kinder, 1887), Édouard Vuillard (Der Graveur Vallotton in seinem Atelier, 1902), Félix Vallotton (Honfleur im Nebel, 1911) sowie einigen dekorativen Gemälden von Maurice Denis und Ker-Xavier Roussel. Später folgt der Fauvismus mit Henri Matisse (Marguerite Matisse, gegen 1921), Frantisek Kupka (Die Badende, 1906–1909), Albert Marquet (Die Seine bei Pont Neuf, Nebeleffekt, 1906), Othon Friesz, Max Pechstein und Raoul Dufy (Die Drei Badenden, 1919). Die Gemäldegalerie setzt sich fort mit mehreren Vertretern des kosmopolitischen Montparnasse der Vorkriegszeit wie Amédéo Modigliani (Porträt von Germaine Survage, 1918), Suzanne Valadon (Das Auswerfen der Netze, 1914) und Léonard Foujita (Mein Zimmer, Stillleben mit Akkordeon, 1922). Die kubistischen Sammlungen sind vertreten durch die Gemälde von (Mann und Frau, 1971), Juan Gris und Albert Gleizes. Die Werke von Jean Lurçat (Segel, 1931), Francis Gruber (Hommage an Jacques Callot, 1942), Jean Hélion (Pegeen in seinem Atelier, 1954) und Lucian Freud zeugen schlussendlich von den verschiedenen Formen des expressionistischen Realismus, der sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fortsetzt.

Die Sammlungen aus dieser Zeit verdanken wir der Großzügigkeit großer Spender wie Henri Galilée (1965) und der Unterstützung von nationalen Museen, die große Werke wie Allerheiligen von Émile Friant als Leihgabe zur Verfügung gestellt haben.